KfW Beratung

Die Kreditanstalt für Wideraufbau (KfW) bietet verschiedene Förderprogramme an, wenn es um das Thema „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ geht. Die Förderbank unterstützt Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen mit einem direkt ausgezahlten Zuschuss oder auch über Förderkredite. Bei einem Sonderkredit mit Tilgungszuschuss muss nicht der volle Betrag zurückgezahlt werden. Je nachdem in welcher energetischen Qualität eine geförderte Maßnahme umgesetzt worden ist, kann der Zuschuss zur Tilgung unterschiedlich groß ausfallen.

Als zugelassener Experte für Energieeffizienz, beraten und unterstützen wir Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, bei der Planung und Umsetzung ihres Vorhabens. Energetische Baumaßnahmen sind komplex und als Spezialist für energieeffizientes Bauen, Umbauen und Sanieren sichern wir die Umsetzung, von der Planung bis zur Fertigstellung. Die KfW empfiehlt und fördert den Einsatz eines Experten, damit die energetische Qualität aller Maßnahmen sichergestellt ist.

Wenn Sie „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ wollen, ist der Energie-Effizienz-Experte für verschiedene Aufgaben zuständig, damit Fördermittel beantragt werden können. Der Experte muss je nach Förderprogramm für die Planung herangezogen werden oder auch für eine Baubegleitung zur Qualitätssicherung, die mit bis zu 4000 € über die KfW förderfähig ist. Er bestätigt beim Antrag die technischen Mindestanforderungen, sowie die mögliche Energieeinsparung mit CO2-Bilanz. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Arbeiten kann der Experte die planmäßige Durchführung der Maßnahmen bescheinigen.

Hinweis: Für das entsprechende Förderprogramm finden Sie ein KfW-Merkblatt zum Herunterladen!

Empfehlen:

Energieeffizient Bauen und Sanieren – Wohngebäude

Mit dem Bestreben der Bundesregierung, bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu installieren, vergibt die KfW verschiedene Förderprodukte, die zum Erreichen des Ziels beitragen sollen. Alle Träger von Investitionsmaßnahmen an selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden, sowie Eigentumswohnungen sind angesprochen. Aber auch Ersterwerber von neu sanierten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen sind antragsberechtigt, wenn es um energieeffizientes Bauen und Sanieren geht.

Der Energie-Effizienz-Experte ist für alle Zuschüsse über die KfW erforderlich, wenn Wohngebäude energiesparend gebaut oder saniert werden sollen. Der Experte stellt sicher, dass die technischen Anforderungen im Rahmen der Planung, Antragstellung und Durchführung einer geförderten Maßnahme, eingehalten werden.

Energieeffizient Sanieren (Kredit 151)

Wenn Sie eine Wohnimmobilie sanieren wollen, Ersterwerber von saniertem Wohnraum oder Contracting-Geber sind, können Sie das Programm Energieeffizient Sanieren in Anspruch nehmen.  Gefördert wird die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus, wenn der Bauantrag oder die Bauanzeige für das Wohngebäude, vor dem 01.02.2002 gestellt wurde. Bewohnte Baudenkmäler und Nichtwohnflächen, welche zukünftig als Wohnraum genutzt werden sollen, sind förderfähig, wie auch bereits sanierter Wohnraum, den Sie käuflich erwerben.

Einzelmaßnahmen (Kredit 152)

Mit diesem Förderprogramm haben Sie die Möglichkeit, auch Einzelmaßnahmen umzusetzen. wenn in der Ausführung technische Mindestanforderung erfüllt werden und der Bauantrag oder die Bauanzeige vor dem 01.02.2002 liegt. Unter anderem würde die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen, Keller- und Geschossdecken als Einzelmaßnahme gefördert. Es ist aber auch denkbar die Fenster und Außentüren zu erneuern, sich an ein Nah- Fernwärmenetz zu koppeln, die Heizungsanlage zu optimieren, eine Lüftungsanlage zu installieren oder Einzelmaßnahmen zu kombinieren.

Der Tilgungszuschuss 151/152 reduziert das Darlehen

Sanieren
Effizienzhaus

KfW-Effizienzhaus 55

KfW-Effizienzhaus 70

KfW-Effizienzhaus 85

KfW-Effizienzhaus 100

KfW-Effizienzhaus 115

KfW-Effizienzhaus Denkmal

Einzelmaßnahmen

Tilgungs­zuschuss
[%]

40% von max. 120.000 € Kredit

35% von max. 120.000 € Kredit

30% von max. 120.000 € Kredit

27,5% von max. 120.000 € Kredit

25% von max. 120.000 € Kredit

25% von max. 120.000 € Kredit

20% von max. 50.000 € Kredit

Tilgungs­zuschuss pro Wohneinheit
[€]

max. 48.000 €

max. 42.000 €

max. 36.000 €

max. 33.000 €

max. 30.000 €

max. 30.000 €

max. 10.000 €

Energieeffizient Bauen (Kredit 153)

Für den Bau oder Kauf eines KfW-Effizienzhauses 55, 40 oder 40 Plus stellt die Kreditanstalt für Wideraufbau einen Förderkredit bereit. Auch Contracting-Geber können von einer möglichen Förderung profitieren. Der Förderrahmen umfasst beim Neubau die Bau- und Nebenkosten ohne Grundstück, sowie die Aufwendungen für die Beratung, Planung und Baubegleitung.

Der Tilgungszuschuss 153 reduziert das Darlehen

Bauen
Effizienzhaus

KfW-Effizienzhaus 40 Plus

KfW-Effizienzhaus 40

KfW-Effizienzhaus 55

Tilgungs­zuschuss
[%]

25% von max. 120.000 € Kredit

20% von max. 120.000 € Kredit

15% von max. 120.000 € Kredit

Tilgungs­zuschuss pro Wohneinheit
[€]

max. 30.000 €

max. 24.000 €

max. 18.000 €

Energieeffizient Sanieren (Zuschuss 430)

Privatpersonen erhalten einen Investitionszuschuss, wenn Sie Eigentümer eines Ein- oder Zwei­familien­hauses oder einer Wohnung sind. Das zu sanierende Haus darf letztendlich nicht mehr als 2 Wohneinheiten haben. Ersterwerber eines sanierten Ein- oder Zwei­familien­hauses oder einer sanierten Wohnung, sowie eine Wohnungs­eigentümer­gemeinschaft aus Privat­personen kann den Zuschuss in Anspruch nehmen. Denkbar ist auch der Umbau einer nicht beheizten Scheune in ein energieeffizientes Wohngebäude, einer so genannten Umwidmung.

Der Investitionszuschuss 430 reduziert die förderfähigen Kosten

Sanieren
Effizienzhaus

KfW-Effizienzhaus 55

KfW-Effizienzhaus 70

KfW-Effizienzhaus 85

KfW-Effizienzhaus 100

KfW-Effizienzhaus 115

KfW-Effizienzhaus Denkmal

Einzelmaßnahmen

Investitions­zuschuss
[%]

40% von max. 120.000 € förderfähige Kosten

35% von max. 120.000 € förderfähige Kosten

30% von max. 120.000 € förderfähige Kosten

27,5% von max. 120.000 € förderfähige Kosten

25% von max. 120.000 € förderfähige Kosten

25% von max. 120.000 € förderfähige Kosten

20% von max. 50.000 € förderfähige Kosten

Förderung pro Wohneinheit
[€]

max. 48.000 €

max. 42.000 €

max. 36.000 €

max. 33.000 €

max. 30.000 €

max. 30.000 €

max. 10.000 €

Baubegleitung (Zuschuss 431)

Profitieren Sie von einem Zuschuss zur Baubegleitung, wenn Sie einen Antrag über das KfW-Zuschussportal stellen, bevor Sie mit dem geplanten Vorhaben beginnen. Die Kosten für den Energie-Effizienz-Experten können bis 50% der Beratungskosten, aber maximal bis 4000 €, durch den KfW-Zuschuss gedeckelt sein. Der Zuschuss darf nur in Verbindung mit den oben aufgeführten Förderprodukten 151/152, 153 oder 430 von Ihnen beantragt werden, wenn Sie Wohnraum energetisch sanieren, energieeffizient bauen oder als Ersterwerber kaufen wollen.

Ablauf – Wohngebäude energieeffizient Bauen und sanieren

Wenn Sie ihre Immobile mit Einzelmaßnamen oder einer kompletten Sanierung energieeffizient Sanieren wollen, ist der Energie-Effizienz-Experte oder auch Energieberater ihr wichtigster Ansprechpartner. Für Zuschüsse oder Förderprodukte der KfW erhalten Sie eine fachgerechte und unabhängige Beratung. Im Grundsatz benötigen Sie für alle Fördermittel und Kredite aus dem Bereich, Wohngebäude energetisch Bauen und Sanieren, einen zugelassenen Experten.

Ist-Analyse – Der Experte führt im Vorfeld eine so genannte Ist-Analyse der Immobilie vor Ort durch. Die Ist-Analyse zeigt möglich Schwächen in der Bausubstanz, sowie die Energieeffizienz der Immobilie auf. Auf Basis der ermittelten Daten, erstellt der Energieberater eine Liste mit möglichen Maßnahmen, welche die energetische Qualität der Immobilie steigern und Energiekosten senken können.

An dieser Stelle empfiehlt sich eine vom BAFA geförderte Vor-Ort-Beratung, die mit bis zu 80% der Beratungskosten durch das BAFA gefördert werden kann. Sie erhalten im Vorfeld einen Beratungsbericht als individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), der Ihnen sinnvolle Sanierungsmaßnahmen, in Zusammenhang mit den möglichen Kosten und mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit, detailliert darstellen kann.

Finanzierung –  Mit dem Experten können Sie auch die Finanzierung besprechen und ihr Budget auf sinnvolle Sanierungsmaßnahmen abstimmen. Sie erhalten in der Beratung einen Überblick über die möglichen Fördermittel der KfW, die als Kredit, als Zuschuss oder in einer Sonderform, als Kredit mit Tilgungszuschuss, bereitstehen.

Bestätigung zum Antrag – Nachdem der Energie-Effizienz-Expert eine energetische Fachplanung nach den Bedingungen der Förderprodukte durchgeführt hat, füllt er für Sie das Formular Bestätigung zum Antrag aus. Der Antrag wird von der Kreditanstalt für Wideraufbau nur dann angenommen, wenn der beratende Experte die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen bestätigt.

Baubegleitung –  Die KfW fördert die Begleitung einer förderfähigen Sanierungsmaßnahme von der Detailplanung, über die Kontrolle der fachgerechten Durchführung, bis hin zur finalen Abnahme. Das KfW-Förderprodukt 431, Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung, bietet die Möglichkeit 50% der Kosten eines Experten für Energieeffizienz zu beantragen. Maximal wird ein Zuschuss bis 4000 € ausgezahlt.

Bestätigung nach Durchführung – Nach Beendigung der geförderten Sanierungsmaßnahme, bestätigt der Energie-Effizienz-Experte die Umsetzung der technischen Mindestanforderungen, mit dem Formular Bestätigung nach Durchführung. Abschließend können die beantragten Fördermittel von der KfW ausgezahlt werden.

Energieeffizient Bauen und Sanieren – Nichtwohngebäude

Mit der Vorgabe den Energiebedarf und den CO2-Ausstoß im Gebäudebestand und bei Neubau deutlich zu senken, vergibt die KfW verschiedene Förderprogramme, zinsgünstige Kredite, an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, wenn ein Nichtwohngebäude energieeffizient gebaut oder saniert werden soll. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand in Deutschland zu installieren.

Angesprochen sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Unternehmer oder Freiberufler im In- und Ausland. Auch Contracting-Geber, die Dienstleistungen an gewerblich genutzten Nichtwohngebäuden erbringen, sind antragsberechtigt.

Unternehmen mit mindestens 50% kommunalem Gesellschaftshintergrund sind einbezogen und Unternehmen, sowie natürliche Personen im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften, können von den Produkten der KfW profitieren. Auch Gemeinnützige Unternehmen und Kirchen haben die Möglichkeit Förderkredite zu beantragen.

Gefördert werden kommunale Gebietskörperschaften und deren rechtlich unselbstständige Eigenbetriebe aus Stadt, Land oder Gemeinde. Für Gemeindeverbände, wie kommunale Zweckverbände, sind evtl. Förderkredite nach einer Einzelfallprüfung der KfW möglich, wenn ein Nichtwohngebäude energieeffizient gebaut oder saniert werden soll.

Der Sachverständige nach § 21 EnEV ist für alle Zuschüsse erforderlich, wenn die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen, sowie die Energie- und CO2-Einsparung, bei Antragstellung bescheinigt werden muss. Für geschützte Bausubstanz darf nur ein zugelassener Sachverständiger aus der Expertenliste für Baudenkmal herangezogen werden. Der geprüfte KfW-Experte für Nichtwohngebäude bietet sich aufgrund seiner Fachkompetenz für die Beratung, Planung und Bescheinigung an. Ob Sie einen Energie-Effizienz-Experten für die Planung benötigen, der auch Sachverständiger nach § 21 EnEV ist, gibt das gewählte Förderprodukt vor.

Energieeffizient Bauen und Sanieren – Unternehmen

Das Förderprogramm, KfW-Energieeffizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren, richtet sich an Unternehmen, welche bei bestehenden Gebäuden die energetische Effizienz und den CO2-Ausstoß verbessern können. Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden und Unternehmer oder Freiberufler im In- und Ausland werden auch beim Neubau unterstützt, wenn der Energiebedarf und CO2-Ausstoß den Vorgaben entsprechen. Auch Contracting-Geber, die Dienstleistungen an gewerblich genutzten Nichtwohngebäuden erbringen, sind antragsberechtigt.

Energieeffizient Bauen (Kredit 276)

Gewerblich genutzte Nichtwohngebäude sind förderfähig, wenn bei Ersterwerb oder Errichtung die Vorgaben der EnEV und technischen Mindestanforderungen zum KfW-Effizienzgebäude 55 oder KfW-Effizienzgebäude 70 eingehalten werden. Der erstmalige Ausbau und die Erweiterung ab 50 m² nach EnEV, auf KfW-Effizienz-Niveau für Neubauten, kann auch gefördert werden. Denkmale fallen bei erstmaliger Anwendung nach EnEV in das Förderprogramm 277. Nicht förderfähig sind Nichtwohngebäude mit Öl-betriebener Heizungsanlage, die Sie neu bauen oder erwerben.

Energieeffizient Sanieren (Kredit 277)

Die Standards KfW-Effizienzgebäude 70, KfW-Effizienzgebäude 100 und KfW-Effizienzgebäude Denkmal für Nichtwohngebäude der kommunalen und sozialen Infrastruktur, sind bei einer energetischen Sanierung förderfähig. Denkmale werden bei erstmaligem Ausbau nach EnEV mit diesem Förderprogramm berücksichtigt.

Einzelmaßnahmen (Kredit 278)

Zur Optimierung der Energieeffizienz an bestehenden gewerblichen Nichtwohngebäuden wird die Dämmung von Wänden, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen gefördert. Auch die Erneuerung und Aufbereitung von Fenstern, Vorhangfassaden, Außentüren und Tore werden im Förderprodukt berücksichtigt. Ebenso gehören Maßnahmen zur Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes zum KfW-Förderprogramm für Einzelmaßnahmen. Weiter kann der Einbau, Austausch oder die Optimierung der Anlagentechnik förderfähig sein. Eine Übersicht mit den geförderten Einzelmaßnahmen finden Sie im Merkblatt 276/277/278. Für Denkmale sind Ausnahmen zur Wärmedämmung von Außenwänden und Dachflächen, sowie zur Fenstererneuerung in den technischen Mindestanforderungen zum KfW-Förderprogramm beschrieben

Der Tilgungszuschuss 276/277/278 reduziert das Darlehen

Sanieren
Effizienzgebäude

KfW-Effizienzgebäude 70

KfW-Effizienzgebäude 100

KfW-Effizienzgebäude Denkmal

Einzelmaßnahmen

Tilgungs­zuschuss
[%]

27,5% der Kreditsumme

20% der Kreditsumme

17,5% der Kreditsumme

20% der Kreditsumme

Höchstbetrag
[€]

max. 275 € pro m2

max. 200 € pro m2

max. 175 € pro m2

max. 200 € pro m2

Bauen
Effizenzgebäude

KfW-Effizienzgebäude 55

Tilgungs­zuschuss
[%]

5% der Kreditsumme

Höchstbetrag
[€]

max. 50 € pro m2

IKK

Energieeffizient Bauen und Sanieren – Öffentliche Einrichtungen

Das Förderprogramm, IKK – Energieeffizient Bauen und Sanieren, richtet sich an öffentliche Einrichtungen, die bei bestehenden Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur die energetische Effizienz und den CO2-Ausstoß verbessern können. Kommunale Gebietskörperschaften, Rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften und Gemeindeverbände (Einzelfallprüfung) werden auch beim Neubau unterstützt, wenn der Energiebedarf und CO2-Ausstoß den Vorgaben entsprechen.

Energieeffizient Bauen (Kredit 217)

Nichtwohngebäude der kommunalen und sozialen Infrastruktur sind förderfähig, wenn bei Ersterwerb oder Errichtung die Vorgaben der EnEV und technischen Mindestanforderungen zum KfW-Effizienzgebäude 55 oder KfW-Effizienzgebäude 70 eingehalten werden. Der erstmalige Ausbau und die Erweiterung ab 50 m² nach EnEV, auf KfW-Effizienz-Niveau für Neubauten, kann auch gefördert werden. Denkmale fallen bei erstmaliger Anwendung nach EnEV in das Förderprogramm 218. Nicht förderfähig sind Nichtwohngebäude mit Öl-betriebener Heizungsanlage, die Sie neu bauen oder erwerben.

Energieeffizient Sanieren (Kredit 218)

Die Standards KfW-Effizienzgebäude 70, KfW-Effizienzgebäude 100 und KfW-Effizienzgebäude Denkmal für Nichtwohngebäude der kommunalen und sozialen Infrastruktur, sind bei einer energetischen Sanierung förderfähig. Denkmale werden bei erstmaligem Ausbau nach EnEV mit diesem Förderprogramm berücksichtigt.

Einzelmaßnahmen (Kredit 218)

Zur Optimierung der Energieeffizienz an bestehenden Nichtwohngebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur wird die Dämmung von Wänden, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen gefördert. Auch die Erneuerung und Aufbereitung von Fenstern, Vorhangfassaden, Außentüren und Tore werden im Förderprodukt berücksichtigt. Ebenso gehören Maßnahmen zur Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes zum KfW-Förderprogramm für Einzelmaßnahmen.

IKU

Energieeffizient Bauen und Sanieren – Öffentliche Einrichtungen

Das Förderprogramm, IKU – Energieeffizient Bauen und Sanieren, richtet sich an öffentliche Einrichtungen, die bei bestehenden Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur die energetische Effizienz und den CO2-Ausstoß verbessern können. Unternehmen mit mindestens 50-prozentigem kommunalem Gesellschafterhintergrund, Gemeinnützige Organisationen, einschließlich Kirchen, werden auch beim Neubau unterstützt, wenn der Energiebedarf und CO2-Ausstoß den Vorgaben entsprechen. Weiter sind Körperschaften des öffentlichen Rechts und Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts mit mehrheitlich kommunalem Hintergrund antragsberechtigt. Wenn eine mehrheitlich öffentliche Einrichtung die Investitionsgüter über die Laufzeit des KfW-Kredites nutzt, kann auch ein Unternehmen das Förderprogramm nutzen (Einzelfallprüfung).

Energieeffizient Bauen (Kredit 220)

Nichtwohngebäude der kommunalen und sozialen Infrastruktur sind förderfähig, wenn bei Ersterwerb oder Errichtung die Vorgaben der EnEV und technischen Mindestanforderungen zum KfW-Effizienzgebäude 55 oder KfW-Effizienzgebäude 70 eingehalten werden. Der erstmalige Ausbau und die Erweiterung ab 50 m² nach EnEV, auf KfW-Effizienz-Niveau für Neubauten, kann auch gefördert werden. Denkmale fallen bei erstmaliger Anwendung nach EnEV in das Förderprogramm 218. Nicht förderfähig sind Nichtwohngebäude mit Öl-betriebener Heizungsanlage, die Sie neu bauen oder erwerben.

Energieeffizient Sanieren (Kredit 219)

Die Standards KfW-Effizienzgebäude 70, KfW-Effizienzgebäude 100 und KfW-Effizienzgebäude Denkmal für Nichtwohngebäude der kommunalen und sozialen Infrastruktur, sind bei einer energetischen Sanierung förderfähig. Denkmale werden bei erstmaligem Ausbau nach EnEV mit diesem Förderprogramm berücksichtigt.

Einzelmaßnahmen (Kredit 219)

Zur Optimierung der Energieeffizienz an bestehenden Nichtwohngebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur wird die Dämmung von Wänden, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen gefördert. Auch die Erneuerung und Aufbereitung von Fenstern, Vorhangfassaden, Außentüren und Tore werden im Förderprodukt berücksichtigt. Ebenso gehören Einzelmaßnahmen zur Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes zum KfW-Förderprogramm.

Der Tilgungszuschuss 219/220 reduziert das Darlehen

Sanieren
Effizienzgebäude

KfW-Effizienzgebäude 70

KfW-Effizienzgebäude 100

KfW-Effizienzgebäude Denkmal

Einzelmaßnahmen

Tilgungs­zuschuss
[%]

27,5% der Kreditsumme

20% der Kreditsumme

17,5% der Kreditsumme

20% der Kreditsumme

Höchstbetrag
[€]

max. 275 € pro m2

max. 200 € pro m2

max. 175 € pro m2

max. 200 € pro m2

Bauen
Effizenzgebäude

KfW-Effizienzgebäude 55

Tilgungs­zuschuss
[%]

5% der Kreditsumme

Höchstbetrag
[€]

max. 50 € pro m2

Ablauf – Nichtwohngebäude energieeffizient Bauen und sanieren

Wenn Sie ihre Immobile mit Einzelmaßnamen oder einer komplette Sanierung energieeffizient Sanieren wollen, ist der Energie-Effizienz-Experte oder auch Energieberater ihr wichtigster Ansprechpartner. Für Zuschüsse oder Förderprodukte der KfW ist vor Beginn der Maßnahme, eine fachgerechte und unabhängige Energieberatung mit Sanierungskonzept oder eine Neubauberatung empfehlenswert. Das BAFA fördert eine Energieberatung mit Sanierungskonzept über die Programme, Bundesförderung für Energieberatung im Mittelstand und Bundesförderung für Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen.

Im Grundsatz benötigen Sie für alle Fördermittel und Kredite aus dem Bereich, Nichtwohngebäude energetisch Bauen und Sanieren, einen zugelassenen Sachverständigen nach § 21 EnEV, der im besten Fall ein zugelassener Energie-Effizienz-Experte ist. Für Denkmale ist ausschließlich ein Experte aus der Kategorie, KfW-Effizienzgebäude Denkmal sowie Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz, zuständig.

Ist-Analyse – Der Experte führt im Vorfeld eine so genannte Ist-Analyse der Immobilie vor Ort durch. Die Ist-Analyse zeigt möglich Schwächen in der Bausubstanz, sowie die Energieeffizienz der Immobilie auf. Auf Basis der ermittelten Daten, erstellt der Energieberater ein Sanierungskonzept, welche die energetische Effizienz der Immobilie steigern und Energiekosten senken können.

Finanzierung –  Mit dem Experten können Sie auch die Finanzierung besprechen und ihr Budget auf sinnvolle Sanierungsmaßnahmen abstimmen. Sie erhalten in der Beratung einen Überblick über die möglichen Fördermittel der KfW, die als Kredit oder in einer Sonderform, als Kredit mit Tilgungszuschuss, bereitstehen.

Bestätigung zum Antrag – Nachdem der Energie-Effizienz-Expert die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen der Förderprodukte geprüft hat, füllt er für Sie das Formular, Bestätigung zum Antrag, aus. Der Antrag wird von der KfW nur dann angenommen, wenn der beratende Experte die Einsparung von Energie und CO2 bescheinigt.

Baubegleitung –  Der Energie-Effizienz-Experte kann Sie von der Detailplanung, über die Kontrolle der fachgerechten Durchführung, bis hin zur finalen Abnahme begleiten, wenn Sie ein Nichtwohngebäude energieeffizient bauen oder auch sanieren wollen.

Bestätigung nach Durchführung – Nach Beendigung der geförderten Sanierungsmaßnahme, bestätigt der Energie-Effizienz-Experte die Umsetzung der technischen Mindestanforderungen mit dem Formular, Bestätigung nach Durchführung. Abschließend können die beantragten Fördermittel von der KfW ausgezahlt werden.

Fazit – KfW Beratung

  • Wir unterstützen Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, bei der Planung und Umsetzung ihres Vorhabens.
  • Die KfW bietet verschiedene Förderprogramme an, wenn es um das Thema, Energieeffizient Bauen und Sanieren, geht.
  • Die Fördermittel der KfW und des BAFA sind vor Beginn einer förderfähigen Maßnahme zu beantragen.
  • Der Bauantrag oder die Bauanzeige für das Wohngebäude im Bestand, muss für eine Förderung vor dem 01.02.2002 liegen.
  • Der geprüfte KfW-Experte für Nichtwohngebäude bietet sich aufgrund seiner Fachkompetenz für die Baubegleitung an.
  • Eine Baubegleitung zur Qualitätssicherung von Wohnraum, kann mit bis zu 4000 € über die KfW gefördert werden.
  • Der Energie-Effizienz-Experte oder auch Sachverständige, ist für alle KfW-Zuschüsse bei Bau und Sanierung erforderlich.
  • Ein Investitionszuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau reduziert die förderfähigen Kosten.
  • Der Tilgungszuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau reduziert das Darlehen und verkürzt die Laufzeit.
  • Eine energetische Sanierung senkt Energiekosten, bringt mehr Komfort und steigert den Wert einer Immobilie.

Stand: März 2020, ohne  Gewähr auf Aktualität und Vollständigkeit. (kfw.de)